„Feuertaufe“ für den neuen Gefechtsstand der Luftwaffe

Artikel in der Rubrik „Aktuelle Einsätze“ auf der Internetseite der Bundeswehr von Oberleutnant Christoph Trost zur Übergabe des neuen Gefechtsstandes der Luftwaffe, veröffentlicht am 24.04.2019.

Der Hafen von Akaba am Roten Meer – ein Kran hebt sandfarbene Container von einem großen Frachtschiff auf bereitstehende LKW. Er ist im Einsatzland angekommen, der neue Gefechtsstand der Luftwaffe.

Am 10. Januar 2019 erreichten die ersten Container das deutsche Camp Sonic auf der Luftwaffenbasis Al-Asrak in Jordanien. Mit zwei Containerschiffen sind diese auf dem Seeweg in das Einsatzland verschifft worden. Zahlreiche LKW transportierten sie dann zum Stützpunkt, 100 km östlich von Amman. Innerhalb von drei Monaten wurde der Hightech-Gefechtsstand nun überpünktlich errichtet. In Zusammenarbeit mit den industriellen Partnern ESG Elektroniksystem- und Logistik GmbH und der steep GmbH hatte die Luftwaffe mit dem Führungsunterstützungssektor 1, unter der Leitung des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) an dieser Sofortinitiative für den Einsatz gearbeitet.

72 Container von Deutschland nach Jordanien

In dieser neuen Operationszentrale der Luftwaffe im Einsatz Counter Daesh/Capacity Building Iraq können fliegerische Missionen geplant, Einsatzkräfte koordiniert, mittels Funk Kontakt zu den Flugzeugbesatzungen sichergestellt, sowie bei Bedarf auch per Videokonferenz mit dem Einsatzführungskommando kommuniziert werden. Am 13.April wurde das aus 72 Containern bestehende, zweistöckige Unikat im Einsatzgebiet an das Kontingent übergeben. Es ist zusammengesetzt aus 60 Flur- und Funktionscontainern, sowie zwölf Transportcontainern unter Anderem für Klimatisierung und Dachkonstruktion. Der Gefechtsstand wurde für die klimatischen Bedingungen im Einsatzland konzipiert und bietet Flexibilität in allen Bereichen, um beispielsweise Daten bis zur Einstufung „GEHEIM“ verarbeiten zu können. Das System ersetzt den alten Gefechtsstand, der lediglich aus Einzelcontainern und Zelten bestand.

Platz für 100 Arbeitsplätz

34 Millionen Euro hat die 45 Meter lange und 27 Meter breite Konstruktion gekostet. Sie wiegt 600 Tonnen und bietet Platz für bis zu 100 Arbeitsplätze. Außerdem ist sie transportierbar per Schiff, Bahn, Lastwagen und Flugzeug. Rund 60 Soldaten haben nun ihren Dienst im neuen Gefechtstand aufgenommen. Geplant war die Inbetriebnahme eigentlich erst zum 01. Mai diesen Jahres.

Vor dem Zeitplan fertig geworden“

Bei der Übergabezeremonie schwärmte der militärische Leiter des Aufbauteams, Oberst Kramer, von dem Projekt: „Wir sind früher mit dem Aufbau fertig geworden und haben jetzt einen hoch modernen Gefechtsstand für diesen Einsatz der Luftwaffe.“ Auch der Kommandeur des deutschen Kontingents, Oberst von Fritschen, betonte seine Zufriedenheit darüber, dass der Gefechtsstand vor dem Zeitplan fertig geworden ist: „Unsere Einsatzstaffel ist schon eingezogen, wir können jetzt die verschiedenen offenen und geheimen Netzwerke unter einem Dach und deutlich flexibler als vorher nutzen.“ Christoph Weber, Bereichsleiter Defense von der ESG GmbH, sprach von „einem Meilenstein, denn nach dem ersten Aufbau in Deutschland, Mitte November letzten Jahres, steht der neue Gefechtstand der Luftwaffe nun tatsächlich im Einsatzgebiet.“

Quelle: (https://www.einsatz.bundeswehr.de/portal/a/einsatzbw/start/aktuelle_einsaetze/!ut/p/z1/hVDBToNAEP0arjsLLYLeQGzTSqqRastezMKOgMFdsixgjB_vkkYv2jiHmcybN29eBhgcgUk-NhU3jZK8tX3OLp7jMN2n3qXnJfvHiG5ufHqXXSeLNQ3gCQ7_UZgd0zMRUcgEQm41grMaaxcyYMBe-cjfSae0adEQXs4eIa-5FC3eqzI6AZYokJRKWo7NBqVpbK40N0r_bJeD1nZCGgE5dZPYDZbfntzPON6Gq9tw6Seb-AG2wKpWFadvRLJYhBUwjS-oUZNBW7g2puuvHOrQaZpIMUiB_YS1JgIdOl_krUO5Q4tpBnrDtbFlKGv8S7JWvYHjLyXo3lbhbuePHykevgDDOPwL/dz/d5/L2dBISEvZ0FBIS9nQSEh/#Z7_B8LTL2922DTUA0IE50OSCD3GG1)

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